Verliebt oder Liebe?

Liebe, verliebt, verknalltPlötzlich sind wir lustig, charmant, sexy und sprühend vor Lebensfreude.
Wir sehen die Welt in rosa, fühlen uns sicher und geborgen.
Sind Schmetterlinge im Bauch, auf Wolke 7 schweben, mich endlich vollständig fühlen ein Zeichen von Liebe?
Oder was passiert da mit uns?
Wir denken wir haben uns einen Partner ausgesucht, wir haben ja die freie Wahl.
Ist das wirklich so?
Unser Stammhirn hat einen zwingenden Trieb unser ursprüngliches Gefühl der Lebendigkeit und Vollständigkeit wiederherzustellen, das wir im Laufe unserer Entwicklung teilweise verloren haben.
Um das zu erreichen sucht es einen Partner aus der uns das gibt was wir nicht bekommen haben.
Dieses Suchmuster wurde allerdings in unserer Kindheit erstellt.
Wir suchen unbewusst einen Partner der unsere alten Defizite kompensiert und uns glücklich macht.

Liebe wächstWas heisst das jetzt?
Verliebtheit ist sozusagen nur der Klebstoff der zu Beginn einer Beziehung zwei Menschen zusammenführt die aneinander und miteinander wachsen können.
Nach den ersten Monaten dann sollte die Arbeit an der Liebe beginnen.
Denn wenn wir im Stadium der Verliebtheit verharren entsteht Ent-Täuschung, Machtkampf und der Traum zerbricht.
Die Enttäuschung wird zu Ärger, genährt durch die Angst ohne die Liebe und Sicherheit des Partners nicht zu überleben.Dann beginnt die Kritik,das Einschüchtern, das Beschämen ...nur um das zu bekommen was wir so dringend brauchen.

Es wird so nicht funktionieren!
Eine bewusste und liebevolle Beziehung kann nur glücken wenn wir uns selbst heilen und uns all das was wir brauchen selbst geben. Dann sind wir wirklich frei, in Frieden mit uns selbst und in der Lage Liebe selbst zu empfinden und bedingungslos zu schenken.

Beziehungen werden nicht aus Liebe geboren sondern aus Bedürfnissen.
Wahre Liebe kann in Beziehungen entstehen wenn wir selbst Verantwortung für unser Leben übernehmen, uns heilen und selbst lieben.

27.03.2019