Ausgefüllter Kalender = Ausgefülltes Leben ?

GLÜCKS-TREFFER KOLUMNE

Zwei Namen, die man sich merken sollte: Birgitt Sinnwell und Adolf Stoll.

Und zwei Namen, die man sich leicht merken kann, steckt doch – nomen est omen – schon in den Namen so allerhand: etwa „Sinn“, „well“ und „toll“. Was die beiden „well“ und „toll“ können, soll auch in akzent ab dieser Ausgabe eine Rolle spielen.

In einer monatlichen Kolumne werden die beiden Berater zu zentralen Lebens-„Sinn“-Fragen Stellung beziehen und zwar „immer mitten aus dem Leben, direkt aus der alltäglichen Praxis“ heraus. Damit unterstreichen die beiden ihr persönliches Credo: „Nur durch intensive Arbeit an sich selbst erreicht man sein persönliches Glück!

Glücklich sind die sympathischen Coaches nicht nur in ihrer Arbeit, sondern auch als Ehepaar. Eines schönen Tages – die beiden kannten sich noch gar nicht – wurden sie jeweils durch persönliche Lebensumstände auf die Probe gestellt, eben konfrontiert mit der Sinn-Frage, die Adolf Stoll so formuliert: „Was ist mir persönlich wirklich wichtig, was begeistert mich und was macht mich ausgeglichen und zufrieden?“ Eine Frage, die in zweifacher Hinsicht beantwortet wurde. Zum einen, weil sie für beide in einer neuen, gemeinsamen unternehmerischen Aufgabe als Mentor und Erfolgstrainer mündete. Zum anderen, weil sie sich diese Frage selbst beantworteten. Und mittlerweile auch mehreren hundert Menschen, denen sie im Laufe ihres Lebens wichtige Impulse geben konnten: „Unser Ziel ist die Unterstützung bei der Findung von individuellen Antworten und die Begleitung bei der Umsetzung dieser Erkenntnisse im eigenen Leben“, erklärt Birgitt Sinnwell denn auch.

In der neuen akzent Kolumne, die mit dieser Ausgabe startet, will das Duo möglichst vielen Lesern Impulse geben, und sie ermuntern, sich dieser Frage immer wieder neu zu stellen und bietet dazu verblüffende Erkenntnisse aus der Praxis. Doch zuerst einmal fragten wir:

akzent: Wie will man denn auf jeweils 2700 Zeichen vermitteln, was Erfolg und Erfüllung und Glück bedeuten?
Sinnwell: Glück und Erfüllung sind immer etwas sehr, sehr persönliches. Das muss jeder für sich selbst entdecken. Wir können höchstens Impulse dazu geben, Fragen stellen. Wenn der eine oder die andere sich an mancher Stelle wiederfindet und ins Nachdenken kommt, ist schon viel erreicht.

akzent: Wie kommt man dazu „Erfolgstrainer, Mentor und Coach“ zu werden?
Stoll: Ursprünglich bin ich Kaufmann, Pädagoge und Unternehmer und habe vor 25 Jahren mit Persönlichkeitsarbeit an mir selbst begonnen. Es zeigt sich immer wieder, dass ich andere Menschen von sich selbst begeistern kann, dass ihnen klar wird, welches Potenzial sie in sich tragen, sodass sie sich trauen, wirklich ihr Leben und ihre Berufung zu leben. Das mache ich mittlerweile seit über 15 Jahren hauptberuflich. Und seit über einem Jahr zusammen mit meiner Frau Birgitt Sinnwell.
Sinnwell: Mein Weg führte mich über die Arbeit als Scheidungsanwältin zur Mediatorin und Trainerin für erfolgreichen Umgang mit Konflikten, Rhetorik und dem Auflösen von Mobbing-Situationen. Durch die Arbeit an meiner eigenen Persönlichkeit wurde mir klar, dass mein Anliegen darin besteht, zum Gelingen von Partnerschaften beizutragen. Das, was ich jetzt tue und wie ich es tue, ist das Resultat meines Werdegangs und der Erfahrungen daraus.

akzent: Wer kommt zu Ihnen?
Stoll: Vor allem Führungskräfte und Selbstständige, Einzelpersonen und Paare; letztlich ein Querschnitt durch die ganze Bevölkerung. Zu uns kommen Menschen, die an einem bestimmten Punkt angelangt sind und sagen „so geht es nicht weiter – jetzt muss das Richtige passieren“. Auslöser ist oft eine berufliche oder persönliche Krisen-Situation.
Sinnwell: Häufig führen berufliche Situationen dazu, sich ausgebrannt zu fühlen. Hoher Druck, Umsatz-„Ziele“, Kommunikationsstörungen, „ausgewechselte“ Vorgesetzte können ein Anlass sein; immer mehr ist auch Mobbing ein Thema. Zusammenfassend sind es immer herausfordernde Situationen, die zur Feststellung führen, „so geht es nicht weiter!“.

akzent: Gut und wie geht es ab dann „weiter“?
Stoll: Indem man eben „weiter“ denkt, als andere: Es ist stets eine persönlichkeitsabhängige und sehr individuelle Aufgabenstellung, die immer gründlich zu analysieren und nachhaltig zu lösen ist. Deshalb machen wir auch keine „Wochenend-Seminare“ oder bieten Standardlösungen an. Oft ist es doch so: Jemand geht zu einem Wochenend-Seminar – die Energie steigt Sonntagnachmittag auf den Höhepunkt und ist am Dienstag wieder da, wo sie am Donnerstag davor war. Gerade dann, wenn die Umsetzung der eigenen Ziele ansteht, beginnt die härteste Arbeit überhaupt. Deshalb begleiten wir die Menschen mit Individual-Trainings und Persönlichem Coaching über ein ganzes Jahr. Das ist unser Konzept! Zu wissen, wie ich in fünf oder 20 Jahren oder „wenn ich dann in Rente bin“ leben möchte, reicht nicht aus. In der Umsetzung in die Praxis liegt die größte Chance und gleichzeitig die größte Herausforderung.

akzent: In dieser Ausgabe Ihrer Kolumne widmen Sie sich dem Thema, dass viele Menschen Ansehen und materiellen Erfolg mit einem erfüllten Leben verwechseln.
Stoll: Ja, für uns persönlich bedeutet Erfolg und Erfüllung, mit sich selbst in Einklang zu sein, eine gute und harmonische Partnerschaft zu leben, einen Beruf auszuüben, der neben wirtschaftlichem Erfolg echte persönliche Zufriedenheit gibt, innerlich erfüllt und unseren Werten entspricht.
Sinnwell: Oder anders ausgedrückt: Ich kann auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten glücklich sein.

akzent: „Zum Glück“, Frau Sinnwell und Herr Stoll, „zum Glück!“

08.08.2010